1. Frauen ohne Fortune

Am ungewohnten Samstag ( wir spielen normalerweise Sonntags) empfingen wir unseren Gegner ProSport24. Aus dem Hinspiel hatten wir noch eine Rechnung offen und das Team lag lediglich einen Punkt vor uns in der Tabelle. Wir wollten mit einem wirklich durchwachsen fitten Kader das Tempospiel forcieren und Prosport gerade an den Auslösehandlungen hindern.

Wir spielten eine unbequeme Abwehr, kamen auch in die richtigen Laufwege, scheiterten aber immer wieder am Abschluß. Gerade in den ersten 10 min waren wir auf einem guten Weg das Spiel sehr offen und ausgeglichen zu gestalten, auch wenn unsere Leistungsträger, Maddel, Vani und Alina gar nicht antreten konnten. Leider gelang es durch die Bank weg die gut erarbeiteten Chancen sicher im gegnerischen Tor unterzubringen. Im Gegenzug wurden die technischen Fehler, wie Fangen oder Passen immer mit einem Tempogegenstoß bestraft, so dass beim Stand von 2 !!! zu 11 nach 12 min Spielzeit in den Köpfen wohl schon abgeschaltet wurde. Die erste Halbzeit litt an der Harmlosigkeit den Ball auch mal mit Esprit und Elan ins Tor zu bringen. Zusätzlich ließen wir der LA viel zu viel Raum zum werfen. Diese bedankte sich mit 9 Treffern. Folglich mussten wir mit 6 zu 17 in die Halbzeit.

Nein, Prosport war nicht überragend, aber spielte mit mehr Engagement ihren Stiefel runter. In der Halbzeit wurde noch einmal an das Kämpferherz appeliert, denn mit dem richtigen Einsatz konnte man veruchen, den Abstand zu verringern. Das fruchtete bei der ein oder anderen Spielerin doch, und wir konnten die 2. Halbzeit so eng gestalten, wie wir uns das vorgenommen haben. Schöne Übergänge aus der Mitte von Nessi mit guten Druckspiel von Nici sorgten immer wieder für Unruhe im Abwehrspiel der Gäste. Auch konnte Jana mit Ihrer Dynamik entscheidende Akzente setzen und war vor allem von 7m Punkt fehlerfrei. Gut war auch Jacki, die aber von der Abwehr zu oft allein gelassen wurde, entschärfte aber den ein oder anderen TG. Die 2. Halbzeit endete 12:12 unentschieden, sehr ägerlich nur die 1. Halbzeit. Endstand 18:29.

Fazit: Viele im Team sind in Ihrer Angriffsbemühung zu harmlos und zeigen keinen echten Willen ein Tor zu erzielen. Sich dabei immer nur auf den Mitspieler zu verlassen reicht eben nicht, um die 3 o.g. Spielerinnen zu kompensieren.
Das abzustellen wird eine der Hauptaufgaben der Vorbereitung sein. Bis dahin gilt es aber noch in Neubrandenburg das letzte Saisonspiel mit einer ordentlichen Leistung zu spielen. Danach geht es in die Pause, um alle Verletzungen auszukurieren.

An dieser Stelle gratulieren wir der 2.Mannschaft der Füchse Berlin zum Gewinn der OOS-Meisterschaft. Immerhin haben wir sie in der Hinserie noch schlagen können. Da werden wir wieder anknüpfen können , wenn wir endlich einmal ohne Krankheiten, Verletzungen, Zahn-OP´s oder ähnlichen bleiben.

In guter Hoffnung
Euer 1.Frauen Team