1.Männer verliert Halbfinale vs. VfV Spandau

Das Team war hochmotiviert, aufgeregt, beeindruckt!

Die letzten 3 Wochen wurde intensiv auf das Saisonhighlight hingearbeitet. 1 Trainingseinheit mehr, Videoanalysen und Training mit „Harz“! Sollte das Reichen, um einen gestanden Oberligisten ein Bein zu stellen? Wenn das Gelingen soll, muss einfach alles passen.

Die Teams beim Einlaufprocedere und die vielen Fans aus beiden Lagern in der jeweiligen Vereinsfarbe in der Halle zu erleben, brachte schon mal Gänsehautstimmung. Aber würde das junge Team (Jahrgang 2000-1997) diese Bürde jetzt schon tragen können?

Die ersten 8 Minuten brachten gleich mal die Ernüchterung. Fehlpässen, Fehlwürfe und in der Defensive nicht präsent. Spandau legte einen 5:0-Lauf hin. Wahrscheinlich war bei einigen jetzt das erste Halbfinalspiel schon im Kopf, denn Tegel erging es nicht anders. Aufgrund des Rückstands gingen wir schon früh in eine offensive Deckung über. Aber die hinten hart erkämpften Ballgewinne, bekamen wir vorne einfach nicht ins Tor. Möglichkeiten dazu gab es genug. Alleine in der 1.Halbzeit vergaben wir 4 Strafwürfe, 2 Gegenstöße, sowie  5 Freie von Außen. Das bricht dir das Genick, in einem Spiel, wo alles klappen muss, wenn du was reißen willst. Die Folge war ein Halbzeitstand von 9:17 für Spandau.

Der Mannschaftsbeschluss in der Halbzeit war, weiter Manndeckung zu spielen, um den Gegner zu Ballverlusten zu zwingen, aber auch durch die offene Deckung Gegentore in Kauf zu nehmen. Die Hoffnung war, dass Spandau vielleicht aufgrund des Torverhältnisses  schon einen Gang zurückschalten würde, um für das Finale Kräfte zu sparen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Leider sollte es nicht sein. Spandau war weiter hellwach, den Torhüter schossen wir weiter zum Weltmeister und die direkte Rote Karte gegen unseren Abwehrchef und Kreisläufer begruben eigentlich die letzten Hoffnungen. Die Pfiffe, die wir in der ersten Halbzeit noch für uns bekommen haben, blieben jetzt gänzlich aus, dafür wurden wir ein, ums andere Mal selber bestraft (5 Zeitstrafen und Strafwürfe). Wir verlieren mit 21:36. Spandau zieht verdient ins Finale.

Fazit:

Die Konzepte, die wir spielen wollten, wurden nicht umgesetzt. Die Wurfquote war bei den meisten Spielern unterirdisch, 12 sichere Torchancen wurden nicht verwertet, insgesamt hatten wir 28 Fehlwürfe und 17 Fehler (Fehlpässen, Fangfehler, techn. Fehler). Durch die offensive Deckung konnten auch unsere Torhüter kaum Akzente setzten, denn sie leben von einer guten Defensivarbeit der Vorderleute.

Positiv war, dass Corvin die 7-Meter-Flaute beenden konnte und 4 von 4 sicher verwertete und alle Bälle vom Kreis (Jan-Phillip, Jonas, Victor) eingenetzt wurden. Außerdem war zu sehen, dass das Team bis zur letzten Minute gekämpft hat.

Wir können zwar darüber diskutieren, warum einige Fouls (siehe Beweisfotos vom „Alter Keeper“) nicht geahndet wurden, aber eigentlich haben wir uns durch unsere Torflaute selber geschlagen. Wir müssen zum Anzeigen von Fouls noch abgezockter werden und wenn man die Jahrgänge der anderen Final4-Teilnehmer sieht, steht das Team im Männerbereich ganz am Anfang. Habt Geduld und wenn ihr als Team weiter arbeitet, kommt bestimmt das nächste Final4!

Vielen Dank an die vielen Fans, die uns beim Final4 bis zur letzten Minute unterstütz haben. Ihr ward der Hammer und auf den Bildern sieht es so aus, als ob es mehr türkise, als grüne Fans waren!

Jetzt heißt es, den Kopf wieder frei kriegen und noch die restlichen beiden Saisonspiele ordentlich absolvieren. Wir sehen uns hoffentlich zum letzten Heimspiel gegen Tegel am kommenden Sonntag in der Cite Foch!