Die 1. Männer der SG Hermsdorf Waidmannslust meldet sich eindrucksvoll zurück im Titelrennen!

Nachdem die SG zum Hinrunden Abschluss Leistung und vor allem Konstanz hatte vermissen lassen, meldeten sich die Recken aus Reinickendorf eindrucksvoll aus der Winterpause zurück. Mit einem deutlichen 35:29-Erfolg gegen die bis dahin ungeschlagene II. Mannschaft der HSG Kreuzberg, lieferte die Mannschaft die richtige Antwort auf die Kritik an ihrer Motivations- und Einsatzbereitschaft.

Offensichtlich hatten die Jungs von Michael Volkmann sich einiges vorgenommen und wollten die Schlappe aus dem Hinspiel bei Kreuzberg (33:28) wieder gut machen. Mit vollem und bis in die Haarspitzen motiviertem Kader trat die SG Hermsdorf Waidmannslust am Sonntagabend (Anpfiff 17.30 Uhr) in eigener Halle an und zeigten von Anfang an eine konzentrierte und starke Leistung. Zwar konnten die Unsicherheiten im Abschluss gerade in der Anfangsphase nicht gänzlich ausgemerzt werden, in der Verteidigung aber standen die Nordberliner dafür umso stabiler.
Mit neuer Verteidigungsformation zum Erfolg!
Trainer Michael Volkmann hatte die richtigen Schlüsse aus dem Hinspiel gezogen und überraschte die rückraumstarken Kreuzberger mit einer defensiven 3-2-1 Verteidigung. Dem Gegner, der im Hinspiel noch durch sein starkes Eins-gegen-eins überzeugen konnten, wurde so der nötige Bewegungsfreiraum genommen. Aber auch die Einstellung war eine ganz andere als noch zum Rückrundenabschluss. Häufig standen die Angreifer aus dem Berliner Szenebezirk zwei Hermsdorfern gegenüber. Gutes Verschieben und gegenseitiges Aushelfen in kniffligen Situationen machte es den Kreuzbergern in der Offensive schwer das eigene Spiel aufzuziehen.
Auch im Angriff neu formiert!
Im Angriff zeigten die Spieler der SG mehr Konzentration und Willen die Vorgaben des Trainers umzusetzen. So wurden vermehrt Spielzüge gespielt und auch erfolgreich abgeschlossen. Die anfängliche Abschlussschwäche darf man wohl dem Adrenalinspiegel der Spieler zuschreiben. Nach den ersten Minuten, konnte aber auch dieses Manko abgelegt werden und so setzte sich der Tabellenzweite zwischenzeitlich sogar mit bis zu drei Toren ab.
Erneut wurde Rückraumschütze Marvin Ertel zu Anfang an den Kreis berufen. Dort schaffte er durch seine hervorragende Athletik und Präsenz viele Räume für die Rückraumformation. Auch überraschte der Trainer mit dem Einsatz von Mark Brückner auf die linke Außenposition, der von dort viel Druck auf die Abwehr ausübte und so wichtiger Baustein des erfolgreichen Parallelstoßens war.
Spiel entscheidet sich Mitte der zweiten Halbzeit!
Zur Halbzeit schafften es die Kreuzberger noch mal den Anschlusstreffer zu setzen (14:13) und das Spiel blieb auch nach der Pause lange umkämpft. Gegen Mitte der zweiten Halbzeit aber konnte sich die SG dann immer weiter absetzen, was möglicherweise auch den schwindenden Kräften der Gegner zuzuschreiben war. In dieser Phase des Spiels führten zunehmend Tempogegenstöße zu leichten aber wichtigen Toren.
Eigengewächs Pascal Mies überzeugt!
Besondere Erwähnung verdient an diesem Spieltag sicherlich der Nachwuchsspieler Pascal Mies. Mit insgesamt 12 Toren konnte er sich als MVP in die Torschützenliste eintragen. Zwar war auch er von der anfänglichen Nervosität nicht ganz unbeeinflusst, im Verlauf des Spiels sammelte er aber mehr und mehr Selbstbewusstsein und begeisterte das, dem Spitzenspiel angemessen zahlreich erschienene Publikum, mit einigen sehenswerten Aktionen. Von ihm werden wir in Zukunft hoffentlich noch mehr zu sehen bekommen.
Jubel nach dem Abpfiff!!
Die Freude über den Sieg war den Spielern deutlich anzusehen. Der Frust über die zuletzt schwachen Leistungen viel ab und so wurde die wichtigen 2 Punkte standesgemäß zusammen mit den Zuschauern und dem fast vollständig anwesenden Vorstands gefeiert.
Der Sieg der SG über die HSG Kreuzberg II tut auch der Spannung in der Liga gut. Der Kampf um den ersten Platz ist jetzt wieder offener, auch wenn die Kreuzberger noch an anderer Stelle stolpern müssten, um noch eingeholt werden zu können. Die Spieler von Michael Volkmann haben am heutigen Tag zumindest ihren Teil dazu beigetragen und sind durch das bessere Torverhältnis im direkten Vergleich bei Punktgleichheit am Ende der Saison sogar in der besseren Position.
Bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft den Schwung aus diesem Spiel mitnehmen kann und durch Motivation, Konzentration und Siegeswille auch die kommenden Spiele ähnlich stark gestaltet. Nächster Prüfstein ist am nächsten Wochenende Rudow. Beim Tabellenletzten wird die Hauptaufgabe darin bestehen die Konzentration hoch zu halten und nicht wieder in alte Muster zurück zufallen.