Pokalspiel mB vs. Jung-Füchse

Pokal

Das Halbfinale gegen die Füchse fand auswärts im Füchse-Town statt. Dass die Füchse C-Jugend eine harte Nuss werden würde, wurde uns klar, als TMBW (Berliner Meister der B-Jugend) ihr Pokalspiel deutlich verloren hatte.

Die ersten Vorbereitungen auf dieses Spiel liefen schon im Februar an. Die wichtigste Frage war, spielen die Füchse mit oder ohne Harz. Um die Frage zu klären, nahmen wir Kontakt zu den Füchsen auf, um dies im Vorfeld zu klären und die Bitte auszusprechen, dass auf das Spielen mit Harz bitte verzichtet werden sollte, um uns keinen sportlichen Nachteil zu bescheren und dies wurde uns mündlich zugesagt. Somit war der erste Schritt getan und wir konnten uns vorbehaltlos auf das Spiel vorbereiten. Nach einem starken Spiel am vorletzten Wochenende gegen TMBW waren wir positiv eingestimmt und so reisten wir mit viel Ehrgeiz in den Fuchsbau.

Als unser Spaziergang beendet war und endlich alle Spieler eingetroffen waren, viel uns auf, dass sich die Füchse-Jungs mit Haftmittel einwarfen. Daraufhin ging unser Trainer nochmals auf die Füchse zu und besprach die „Harz-Thematik“ mit dem gegnerischen Trainer. In diesem Gespräch gab es keine klare Aussage. Der Klebertopf wurde aber erstmal weggestellt und so hatten wir die Hoffnung, dass ein faires Spiel folgen würde, ohne Wettbewerbsverzerrung durch Haftmittel.

Unsere Jungs waren heiß und so begann das Spiel, die Abwehr stand und wir griffen an. Eine relativ gute Wurfsituation für unseren Halben. Wer bisher das Geräusch des Balles noch nicht wahrgenommen hatte, wusste spätestens jetzt, wir spielen mit Harz. Wir waren auf viel vorbereitet, darauf aber nicht, denn in unseren Trainingshallen ist Haftmittelverbot und somit konnten wir das nicht trainieren. Naja, dumm gelaufen, aufgeben kam trotzdem nicht in Frage, also gaben wir unser Bestes. Was in der ersten Halbzeit gut gelang, die Abwehr stand und so konnten wir auch gegen gut ausgebildete Individualisten mithalten. Was in einer guten Verteidigung begann, endete leider nicht in einem guten Angriff. Selbst nach gut rausgespielten Situationen scheiterte man ein ums andere Mal daran, den Ball wenigstens einigermaßen in die Nähe des Tores zu werfen. Entweder die Bälle gingen neben das Tor oder gingen mit gefühlten 20 km/h auf das Tor und konnten gefangen werden. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde uns weder zum Warmmachen, noch während des Spiels Haftmittel zur Verfügung gestellt.

Nach einer kurzen Halbzeitansprache kamen wir zurück in die Halle, um das Werfen mit dem verklebten Spielball nochmal üben zu können, inzwischen war der Spielball so zugekleistert, dass man ihn mit der Handfläche nach unten halten konnte, ohne dass er abfiel.

Nun ließ unsere Konzentration und Kraft langsam nach, aber trotzdem ließen wir uns nicht unterkriegen und kämpften bis zum Schluss. 22:12 war der Endstand, 22 Tore kann man gegen Füchse ohne Frage kriegen und trotzdem von einer guten bis sehr guten Abwehrleistung reden. Wir haben nahezu keine Gegenstoßtore gekriegt, auch unsere Angriff war leicht über durchschnittlich, aber die Abschlussquote zwischen 10 – 20% brach uns das Genick und das lag ausschließlich an der nicht gewohnten Haftmittelnutzung. Dies ist einfach ärgerlich für uns ist, heute waren die Jung-Füchse schlagbar und wir konnten die Chance leider nicht nutzen.

Es ist einfach schade, wenn man als Kooperations-Partner der Füchse eine Bitte äußert und man uns so auflaufen lässt. So etwas muss einfach nicht sein, wenn man nicht bereit ist, auf seinen Vorteil zu verzichten, kann man wenigstens im Vorfeld mit offenen Karten spielen, denn dann hätten wir uns Harz für die Erwärmung mitgebracht, um wenigsten mal ein paar Bälle unter realen Bedingungen vor dem Spiel auf das Tor werfen.

Ich als Trainer bin mit meinen Jungs sehr zufrieden. Wir haben in den letzten Wochen wieder eine gute Entwicklung genommen und können uns nun auf die A-Jugend OOS Qualifikation vorbereiten. Was uns natürlich ärgert, ist die vertane Chance, auf einen der angestrebten Titel nach zwei Jahren harter Arbeit, hätten die Jungs sich das auf jeden Fall verdient.

An dieser Stelle gratulieren wir natürlich den Jung-Füchsen zum Einzug ins Finale und wünschen viel Erfolg!

Christoph Staude